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06.07.2018

Intensiver Arbeits- und Fortbildungsmonat für russische Manager geht zu Ende

Tagebaurekultivierung, Personalmanagement und Filteranlagen bilden die Schwerpunkte für Importverträge im zweistelligen Millionenbereich

83 individuelle Geschäftskontakte, 15 Unternehmensbesuche, sieben ganztägige Trainings und geplante Verträge für 14 Mio. Euro. Das sind die Ergebnisse, mit denen eine Gruppe russischer Manager ihren erfolgreichen Aufenthalt bei der GICON-InTraBiD GmbH beendete. Die Gruppe war im Juni zur Fortbildung bei GICON InTraBiD in Dresden. 

Auf dem vierwöchigen Programmplan standen u.a. Gruppenbesuche in sächsischen Unternehmen und ganztägige Trainings, z.B. zu interkultureller Kommunikation, zur Finanzierung internationaler Geschäftsbeziehungen und zum Personalmanagement. Das Team von GICON-InTraBiD organisierte insgesamt 83 individuelle Treffen mit potentiellen deutschen Geschäftspartnern, aus denen bereits drei abgeschlossene und 33 weitere in Planung befindliche Importverträge über eine Gesamtsumme von 14 Mio. € in den kommenden beiden Jahren hervorgegangen sind.

Ingenieurskunst und Soft Skills gleichermaßen gefragt

Jewgenij Khilus, Manager einer Projektentwicklungsfirma, legt Wert auf deutsches Know-how und plant im westsibirischen Nowokusnezk die Flugasche des steinkohlebasierten Wärmekraftwerkes zur Herstellung von Zement zu nutzen. Er hat sich insbesondere für moderne Filter- und pneumatische Transportanlagen interessiert und wird voraussichtlich Technik im Wert von 1 Mio. Euro bei verschiedenen deutschen Herstellern (IEM Fördertechnik, Intercem Engineering GmbH) einkaufen.

Iryna Sazonova ist Eigentümerin des Personalmanagementberatungsunternehmens motive.expert in Tomsk. Sie hat die Trainings und Unternehmensbesuche genutzt, um neue Strategien zur Mitarbeitermotivation kennenzulernen. Gemeinsam mit der Personalmanagementtrainerin des Programms, Dr. Sandra Wolf, wird sie eine gemeinsame internationale Consulting Company gründen. Außerdem wird sie im Auftrag der Haensch Business School GmbH in der Russischen Föderation das bei der GICON-InTraBiD verwendete Simulationsspiel zur Businessplanung anbieten.

Besuch von Cottbuser Ostsee – GICON erhält Voranfragen zur Rekultivierung

Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes war, durch die freundliche Unterstützung und Durchführung einer Befahrung von LEAG, die Exkursion zum künftigen Cottbusser Ostsee, unter der Leitung von Thomas Schütze (LEAG) und Frau Beutler (GICON). Hier entsteht durch die Flutung der gestalteten Hohlform des ehemaligen Tagebaues Cottbus-Nord in den kommenden Jahren der größte künstlich geschaffene Binnensee Deutschlands. Die Standsicherheitsuntersuchungen und Planungsleistungen sowie die geotechnische Begleitung für die Sicherung der Innenkippe erfolgen durch GICON. Die wichtigste Aufgabe ist momentan die Vorbereitung und Sicherung des künftigen Seebettes und die Herstellung von „versteckten“ Dämmen durch Rütteldruck- und Fallgewichtsverdichtung in den gekippten Uferbereichen, um im November 2018 mit der geplanten Flutung beginnen zu können. Hierzu arbeiten vier Großgeräte  rund um die Uhr und verdichten den bis zu 50 m tiefen Kippenboden. Die Teilnehmer haben sich vor Ort mit Technologien zur Sicherung und Gestaltung von ehemaligen Braunkohletagebauen vertraut gemacht und eine Vorstellung von Planungsverfahren zur Tagebaurekultivierung und zur Nachnutzung von Tagebaufolgelandschaften erhalten. Mehrere Vertreter russischer Bergbauunternehmen aus dem Kuzbass (Sibirien) haben bereits Interesse signalisiert und sind mit Voranfragen zur Beratung zu Rekultivierungsvorhaben an GICON herangetreten.

Der Ablauf einer Tagebaurekultivierung stieß auf besonders großes Interesse

Die Teilnehmer am Standort des künftigen Cottbusser Ostsees