15.10.2020

Internationale Managerfortbildung bei GICON®-InTraBiD geht innovative Wege

Erste Managergruppe absolviert BMWi-Programm virtuell und sammelt viele neuen Erfahrungen

Kann man eine achtwöchige Weiterbildung internationaler Manager möglichst ohne Informationsverluste ins Internet verlagern? Vor dieser Herausforderung standen die Spezialisten der GICON®-InTraBiD GmbH, und sie haben sie gemeistert. Das Fazit der 13 Teilnehmer aus der Ukraine sowie Belarus fällt durchweg positiv aus. Schließlich könne man auf diese Weise erste Brücken bauen und einen Eindruck potentieller Geschäftspartner bekommen. Doch alle waren sich auch darin einig, dass die persönliche Begegnung zwischen Geschäftspartnern auch in Zukunft nicht vollständig ersetzt werden kann. Von ursprünglich mehr als 20 potentiellen Teilnehmern im Frühling 2020 hatten 18 das Angebot von GIZ und GICON®-InTraBiD angenommen, erste Schritte auf dem Weg zu Kooperationen mit deutschen Firmen in der virtuellen Welt zu gehen. Ein „Testflug“, den 13 von ihnen bis zum Ende durchhielten.

„Für uns ist das Programm genau zur rechten Zeit gekommen“, erklärte Mitya Kovalsky, Marketingchef  des IT-Unternehmens Intelsoft (https://intelsofttech.com) aus Kyiv und von Berufs wegen eng mit der digitalen Welt verbunden. Auch der Mitgründer und Geschäftsführer von Evergreen (https://evergreen.team), Sergey Kravtsov, zeigt sich zum Abschluss zufrieden: „Wir haben unsere Denkweise geändert und verstehen jetzt die Erwartungen deutscher Partner in der Informations- und Kommmunikationstechnologie-Branche besser.“

Virtuelle Firmenrundgänge und Live-Schalten

Trainer und langjährige Praxispartner stellten in enger Abstimmung mit GICON®-InTraBiD ihre Angebote auf das Online-Format um. Und statt mit dem Bus zu den Unternehmen zu fahren, war die Gruppe, der neben IT-Spezialisten mit einer Orientierung auf Industrie 4.0 auch Projektentwickler, Anlagenbauer und Netzwerker angehörten, per Live-Schalte im Technologiezentrum Dresden (www.tz-dresden.de) zu Gast. Auch der Future Mobility Incubator von Volkswagen (www.glaesernemanufaktur.de) wurde virtuell besucht und selbst den Weihnachtsmarkt der erzgebirgischen Kunsthandwerker in Seiffen gibt es als digitale Variante (www.dregeno.de). 

Mit Hilfe von im Studio des Start-ups Cinector Mittweida (https://www.cinector.de) aufgezeichneten Vorträgen und Porträts diskutierten die Teilnehmer bei einem virtuellen 360 Grad-Rundgang Fragen zur Unternehmensführung und zum Personalmanagement in der IMM electronics GmbH Mittweida. Hochkarätige Fachleute aus dem Netzwerk Smart  SystemsHub (www.smart-systems-hub.de) in Dresden erörterten mit ihren ukrainischen und belarussischen Kollegen ein breites Themenspektrum von 5G über lernende Roboter bis hin zur Nutzung von Abwärme, die bei Servern von Cloud-Betreibern anfällt.

Die osteuropäischen Führungskräfte wollen das Managerfortbildungsprogramm in ihren Heimatländern auf jeden Fall weiterempfehlen.  Doch im nächsten Schritt hoffen sie auf eine Verbesserung der Pandemie-Situation in Europa, um beim sogenannten Completion Stay - einem ein- bis zweiwöchigen Aufenthalt in Deutschland – ihre Erstkontakte im persönlichen Gespräch statt per Bildschirm zu vertiefen. Denn das sei Voraussetzung, um Vertrauen zu schaffen und langfristig stabile Kooperationen aufzubauen.